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TSV Rudersberg - SK Fichtenberg 3:0 (2:0)

Standardsituationen entscheiden den Auftakt

Die SK Fichtenberg zog im ersten Spiel des Jahres in Zahlen deutlich den Kürzeren, wobei das Ergebnis über das insgesamt betrachtet tendenziell ausgeglichene Duell hinwegtäuscht. Der favorisierte Gastgeber nutzte früh zwei Standartsituationen zur Führung und verwaltete souverän.

Die Partie war kein Leckerbissen für Freunde hochkarätiger Torchancen und brenzliger Strafraumszenen, davon gab es auf beiden Seiten nämlich nur jeweils zwei in 90 Minuten. Wenn es aus dem Spiel heraus wenig Ertragreiches gibt, muss man sein Heil in Standartsituationen suchen und bei selbigen hatte der Aufstiegskandidat stets Lufthoheit, was sich letztendlich auch in Zahlen niederschlug. In der 14. Minute nutzte Rudersberg einen fragwürdigen Freistoß aus dem Halbfeld, den Ricardo Kamp per Kopf zum 1:0 ins Netz verlängerte. Wenige Minuten später zog der Favorit auf 2:0 davon, denn TSV-Goalgetter Dirk Seifert traf per Freistoß aus 20 Metern sehenswert in den Winkel (25.). Aus dem Spiel heraus sollte beiden Mannschaften nicht wirklich Etwas gelingen. Bei der SKF war bei nahezu jeder Aktion noch sichtlich Sand im Getriebe, auch der Favorit bekleckerte sich nicht gerade mit Ruhm, wenn es auf die entscheidenen Situationen ankam. Der auffälligste Akteur der Partie war der leitende Unparteiische, der mit einer nicht erkennbaren Linie den Zorn beider Lager auf sich zog. Es kommt wohl nur jedes Schaltjahr vor, dass die Kontrahenten auf und abseits des Feldes gleicher Meinung sind. Die Schiedsrichterleistung konnte bei zunehmender Spielzeit lediglich mit einer gesunden Portion Sarkasmus zur Kenntnis genommen werden, denn zunehmende Spielzeit hieß auch gleichfalls zunehmende Ungereimtheiten und Fehlentscheidungen. Den Höhepunkt setzte der Unparteiische in der 65. Minute, als ein Elfmeterpfiff das Spiel zu Fichtenberger Gunsten unterbrach. Den Grund dafür suchen die Beteiligten heute noch. Für ein Foul notwendige Zweikämpfe hatten im Strafraum nicht nur nicht stattgefunden, sondern haben aufgrund der weiten Entfernung der Spieler zueinander erst gar nicht stattfinden können. Den geschenkten Elfmeter vergab Alexander Ruhl. Ein Anschlusstreffer wäre zu dem Zeitpunkt zwar nicht unberechtigt gewesen - in der Form jedoch schon. Das Schlussdrittel gehörte der Schmid-Truppe, deren Waffen im Offensivbereich unterm Strich jedoch stumpf blieben, so konnte Rudersberg verwalten. Allein bei Jannik Fritz’ Einschussmöglichkeit, blieb der Atem beider Lager stocken (81.). Eine flache Hereingabe von Ruhl verpasste Fritz denkbar knapp und es wäre nochmals höchst spannend geworden. In der Nachspielzeit nutzte Fabian Keinath den durch weit aufgerückte SKF’ler freigewordenen Raum und schloss sehenswert zum 3:0 ab (91.).

Der Auftakt kam für die SKF wie erwartet zu früh und man wird am Viechberg Ruhe bewahren und sich noch etwas gedulden müssen, bis Ordnung, Torgefährlichkeit und Stabilität wieder voll in Takt sind. Bei der aktuell fast kuriosen Ausgeglichenheit der Liga kann der Ruhe-Faktor und erlangte Konstanz entscheidend sein, Zeit und Qualität sind am Viechberg genügend vorhanden.

SK Fichtenberg: Mathias Fritz, Steve Arndt, Dennis Wahl, Alexander Ruhl, Marco Huber (85. Patrick Mai), Daniel Papadopoulos, Nico Liepold, Janos Kerekes (77. Andreas Rosenau), Egzon Bekaj (74. Patrick Kinderknecht), Jannik Fritz (87. Christian Kühnle)

Am nächsten Spieltag kommt Lippoldsweiler nach Fichtenberg, Anstoß ist um 12:45 und 14:30 Uhr. Wir freuen uns über Eure Unterstützung!!

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